YOOW - Mitglied im

Der Bundespräsident

Unicef-Pate

I. T. Z.

Nachhaltigkeit lernen

Malawi

Ein Entwicklungshilfeprojekt in Chiuno Village im Distrikt Kasungu in Zentral-Malawi

Malawi liegt im Südosten Afrikas als kleines Binnenland am Malawi-See. Es zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und rangiert auf dem Human Development Index (HDI) auf Platz 170 (von 188).
Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen liegt bei 350 US$. Viele Menschen sind mangelernährt, haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und einer Gesundheitsversorgung. Kasungu ist die Hauptstadt einer Provinz, in der Kinderarbeit in der Landwirtschaft, besonders im Tabakanbau, weit verbreitet ist. Jugendarbeitslosigkeit und Teenager-Schwangerschaften sind hoch, HIV, Alkohol- und Drogenkonsum verschärfen die soziale Situation.
Im Chiuno Village gibt es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Weite Wege sind für die Menschen dort täglich zu bewältigen, um sich mit einfachen Gefäßen mit Wasser zu versorgen.

 
 Chiuno Village in der Kleinstadt Kasungu, Provinz Kasungu in der Central Region von Malawi

 
Malawi ist ein wunderschönes Land von großer geologischer und kultureller Vielfalt mit einer sehr jungen Bevölkerung. Das Projekt Shorten the Distance will den Menschen dabei helfen, sich aus ihrer meist prekären Situation zu befreien und den Grundstein für ein besseres, sicheres Leben legen und vor allem die Jugend fördern.

Die Idee zu dem Selbsthilfeprojekt entstand 2015, als Jacob Gondwe-Köttner seine Heimatstadt besuchte und auf viele talentierte, hoch motivierte junge Leute gestoßen ist, deren Zukunftsperspektive sich jedoch äußerst desperat zeigt. Spontan entwickelte er mit der Gruppe ein Musik- und Video-Projekt, das in einem verlassenen Hühnerstall aufgezeichnet wurde. Mit diesen Jugendlichen, zu denen auch Erwachsene dazugestoßen sind, wurde die Idee für das Ausbildungs- und Kulturzentrum geboren.

Ein Haus am Dorfrand                                           In Chiuno Village                                 Ein Wasserloch dient der Versorgung

Erster Projektabschnitt : Bau von zwei Tiefbrunnen
Einer der Brunnen entstand in der Mitte des Dorfes, der zweite wird am Dorfrand gebaut, wo man bessere Wasseradern gefunden hat. Allerdings ist dort der Boden sehr steinig, so dass sich die Arbeiten hinziehen.
Denn zur Verfügung stehen nur einfachste Werkzeuge und Handarbeit. Die Projektkoordination vor Ort obliegt dem neu gegründeten Wasserkomitee der Dorfgemeinschaft und unserem Vertreter vor Ort. Im Dorf wurde zwischenzeitlich eine CBO (Community Based Organisation) gegründet, die einem gemeinnützigen Verein entspricht. Mit der Chiuno-CBO hat YOOW eine Kooperations-Vereinbarung geschlossen.

Zweiter Projektabschnitt: Aufbau eines Kultur- und Ausbildungszentrums:
Die Dorfgemeinschaft wünscht einen Kindergarten und eine Schule sowie Ausbildungsmöglichkeiten insbesondere für Frauen zur Existenzgründung. Diesen Plan unterstützen wir. Mit den genannten Schulungsräumen und Werkstätten sollen auch Veranstaltungsräume und ein Kantinenbetrieb/Restaurant entstehen. Dort soll selbst angebautes Obst und Gemüse verarbeitet werden und junge Eltern geschult. Denn viele Kinder leiden unter Mangelernährung, so dass YOOW bereits eine Suppenküche für Kinder eingerichtet hat als ersten Schritt zur bewussten Ernährung. Ein Arzthaus soll die medizinische Versorgung vor Ort ermöglichen.
Das Kultur- und Ausbildungszentrum wird ein Arbeits- und Erfahrungsort sein, um – neben Schulunterricht – Ausdrucksformen für Musik und Kunst zu erschaffen, einen Berufs- und Lebensweg für sich zu finden und zur gegenseitigen Unterstützung bei Alltagsproblemen dienen.

Gründer und Mitglieder der Chiuno-CBO  Hier entsteht das Kultur- und Ausbildungszentrum

Das Gebäude wird mit einer solartechnischen Energieversorgung und mit einer zeitgemäßen Wasserver- und Entsorgung ausgestattet sein, um gute Hygiene- und Gesundheitsbedingungen zu schaffen. Sanitäre Anlagen, eine Zisterne zur Bewässerung der Kulturflächen für den Anbau zur Selbstversorgung und eine Kleinkläranlage gehören mit zum Konzept: hiervon kann und soll die gesamte Dorfbevölkerung profitieren.

Wir wollen durch unsere Arbeit in Chiuno Village die Menschen in ihrer Eigenständigkeit und Selbstverantwortung stärken. Nachhaltigkeit und Zukunftssicherheit sind die Richtungskriterien. Die Menschen vor Ort gestalten die Projektarbeit selbst und stehen von Beginn an in der Verantwortung.

Wir glauben daran, dass jeder Mensch in der Lage ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen, wenn er/sie über die richtigen Werkzeuge, Techniken und sozialen Ressourcen verfügt. Solche “Werkzeuge” wollen wir ins Chiuno Village in Kasungu bringen.


 

Während unseres Aufenthalts haben wir bei fast allen Kindern die Folgen von Mangelernährung festgestellt.
Wir haben eine Suppenküche eingerichtet, damit die Kinder mehr Obst und Gemüse und damit mehr Vitamine zu sich nehmen. Wir möchten diese Einrichtung ausbauen und an einem Food-Programm der GIZ teilnehmen. Siehe auch . Dazu sind wir auf Ihre Spenden angewiesen.


       
Mwayi soll leben

Das ist Mwayi, ein 4-jähriges Mädchen, das in Chiuno Village im Distrikt Kasungu in Zentral-Malawi lebt. Chiuno Village ist ein Dorf ohne Wasserversorgung und ohne Strom. Die Menschen leben in einfachsten Verhältnissen.
Mwayi benötigt kurzfristig Hilfe, denn sie leidet unter einer Sichelzellenanämie. Dadurch ist Mwayi sehr anfällig gegen Infektionen. Schon wiederholt hatte sie Malaria und eine Lungenentzündung. Bis zu ihrem 12. Lebensjahr muss sie dauerhaft behandelt werden. Dafür sind Euro 20,- pro Monat aufzuwenden. Um das Leben Mwayis zu retten, fallen Kosten in Höhe von Euro 2000,- an. Diesen Betrag wollen wir über Spenden ermöglichen.

Für Mwayi suchen wir Paten.
   
       
Hilfe für Solomon

Solomon hat eine vergrößerte Milz. Dies ist das Ergebnis einer langen Infektion mit Malaria. Sein Bauch ist dadurch größer geworden und nicht proportional zur Größe seines Körpers. Es gibt nichts, was man gegen eine vergrößerten Milz machen kann, außer zu verhindern, dass sie noch größer wird. Dazu muss man sicherstellen, dass das Kind nicht wieder von Malaria oder einer anderen Infektion betroffen ist. Wir möchten Solomon in einer Klinik gründlich untersuchen lassen und sein Immunsystem mittels einer Langzeitbehandlung stärken.

Auch für Solomon suchen wir Paten.
   
       
Ein junges Fußballtalent

Das ist Joseph. Am 27. Februar stürzte er so unglücklich, dass er sich am Kopf mit heißem Haferbrei schmerzhafte Wunden zuzog. Als wir ihn im Juli kennenlernten, war sein Kopf gänzlich verschorft. Dicke Beulen waren aufgeplatzt, bluteten und zogen massenhaft Fliegen an. Wir brachten ihn ins Krankenhaus, wo die Wunden mehrere Tage lang gesäubert wurden. Versengte Haare waren teilweise eingewachsen, und einige der Wunden waren bereits septisch. Nach antibiotischer Behandlung ging es ihm allmählich besser, aber im Schlaf kratzte er sich manche Wunde wieder auf. Es war eine Dauerbehandlung nötig, bis tiefsitzende Infektionen endlich von den Abwehrkräften und Medikamenten überwunden waren.
   
       

Den Schulbesuch ermöglichen
kann Anstrengung bedeuten. Zum Einen, um die Eltern zu überzeugen, dass Kinderarbeit keine Zukunft hat und auch Mädchen ein Recht auf Bildung und Chancengleichheit haben. Für Familien, die am Existenzminimum leben, zählt jeder Cent, so dass der Verzicht auf den Schulbesuch und ein früher Einstieg ins Berufsleben lukrativ erscheint. Denn Schulbesuch ist teuer: Schuluniformen, die Ausstattung mit Büchern, Heften und Schreibmaterialien - wir lachen darüber - können für Menschen in prekären Situationen zum unüberwindbaren Hindernis werden. Daher fördern wir auch den Schulbesuch mit Ihren Spenden.





Kultur- und Ausbildungszentrum in Chiuno Village
Ausgehend von aktueller Kinderarbeit und hoffnungsloser Perspektive für Kinder und Jugendliche wollen wir Abhilfe schaffen. Die Dorf-Bevölkerung steht hinter dem Projekt und arbeitet mit.

Bauvorhaben:
Das Zentrum dient als Ort der Begegnung, um die gesamte Dorfgemeinschaft einzubeziehen. Neben Schul- und Nachilfeunterricht finden künstlerische Initiativen, z.B. Tanz- und Theaterkurse sowie Aufführungen vor Publikum statt. Für feierliche Veranstaltungen, z.B. Hochzeiten, bietet es Raum für Gäste, die durch die hauseigene Gastronomie bewirtet werden. Ein Obst- und Gemüsegarten dient der Eigenversorgung. Neben zwei Ausbildungswerkstätten gibt es ein Arzthaus zur nachhaltigen medizinischen Versorgung vor Ort. Dazu ein Wohnheim für Waisen und Kinder, die Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen haben, sowie ein Gästehaus.

       
Betonfundament+Ringanker, Ziegelmauerwerk    Gebrannter Ziegel, Holz und Stahl...    Ziegel + Holz schaffen Behaglichkeit
Beispiele aus einem anderen, sehr lobenswerten Projekt in Malawi. Der traditionellen Bauweise wollen auch wir folgen


Baubeschreibung:
Gebaut wird in traditioneller Bauweise aus gebrannten roten Ziegeln. Diese werden auf betonierten Fundamenten und Bodenplatte gemauert.
Fußböden: Sichtbeton, Fliesen in den Sanitärbereichen, Dielen oder Parkett in Veranstaltungsraum, Unterrichtsraum und Büro.
Dachstuhl: als Zimmermannskonstruktion mit aufgesetzter Schalung, Konterlattung und Wellblech-Dachdeckung. Der Veranstaltungsraum wird mit einer Stahlkonstruktion überspannt, darauf Holzschalung, Konterlattung und Wellblech-Elemente.
Wände: Sichtmauerwerk, - in den Sanitärräumen und der Küche mit Wandfliesen.
Die Sanitärräume bieten zeitgemäßen Standard. Die solartechnische Stromversorgung ist umweltfreundlich. Das Wasser wird aus einer Brunnenanlage gewonnen, das in einer Zisterne gesammelte Regenwasser dient der Gartenbewässerung. Das Abwasser wird in einer Bio-Kleinkläranlage aufbereitet.

Kaufen und spenden Sie Ziegelsteine!
Ein Quadratmeter doppellagiges Ziegelmauerwerk kostet Euro 100,-
Nach heutiger Planung brauchen wir 1000 Quadratmeter.                     
1 qm Ziegel

Ziegelpakete zur effektiven Spende. Die Ziegel werden im Dorf hergestellt, so dass jede Spende auch Arbeitsplätze schafft bzw. erhält.

Unsere Ziegelbaukästen:
Spenden Sie 200 Ziegel => Euro 200,-
Spenden Sie 300 Ziegel => Euro 285,-
Spenden Sie 400 Ziegel => Euro 370,-
Spenden Sie 500 Ziegel => Euro 450,-

Spenden Sie ein Fenster*

Spenden Sie eine Holztür*

Spenden Sie eine Stahltür*

Spenden Sie einen Fußbodenbelag*

Spenden Sie Wandfliesen*

Spenden Sie Sanitärobjekte*
_____________
* Preise auf Anfrage

Für Spendenkonto bitte anklicken









02.07.2018: Komme gerade vom 4. Impftermin. Ein wichtiger Vorbereitungsschritt ist mithin abgeschlossen. Und bald geht es ja auch schon los. Völlig klar, dass Deutschland nicht Fußballweltmeister werden konnte, denn der Senior-Expert-Service in Bonn hatte schon früh unseren Flug auf den Endspieltermin gebucht...

17.07.2018: am Sonntag kamen die Zubringermaschinen nicht. Weder Michel aus Hamburg, noch ich aus Berlin kamen rechtzeitig in München an, um den Anschluß nach Johannesburg zu erwischen. Starkregen in München hatte den Start vermiest. Zwei Tage saßen wir fest, weil aufgrund der Ferien alle Flieger voll sind. Nun soll es heute Abend weitergehen: von München über Rom, Addis Abeba und nach einem Stopover in Ndola zum Zielort Blantyre. Dort steigen wir wieder in die laufende Dispo ein, die Termine bei der GIZ und der Deutschen Botschaft finden dann am Freitag statt.

19.07.2018: So einfach war es nicht mit dem Einstieg in die vorbereitete Reiseplanung, denn unser Gepäck ist nicht mit uns angekommen. Am nächsten Tag ist immerhin Michels Koffer da...meine Reisetasche kommt am Freitag an und wird direkt zum Flughafen in Lilongwe weitergeleitet. Dort kann ich sie dann am Samstag abholen.

Sonntag, den 22.07.2018
Endlich in Kasungu. Wir fahren nach Chiuno Village und treffen die beiden Chiefs, besichtigen die vorbereiteten Grabungen und messen die Tiefen. Dann verabreden wir uns auf den nächsten Tag.

Montag, den 23.07.2018:
Beide Chiefs sind in Festtagskleidung. Nach einem Vorgespräch wird die Gemeinde zusammen gerufen. Die Frauen sitzen uns gegenüber, die Männer bei uns zentral und die Kinder an der Seite.
Die Erwartungen sind groß: seit 1997 warten die Menschen auf einen Tiefbrunnen mit Pumpe und sind immer wieder vertröstet und enttäuscht worden.























Im Dorf wird gestaunt, dass schon kurz nach dem Gespräch Tatsachen geschaffen und eine Menge Material angeliefert sind.

Freitag, den 27.07.2018:
Nachdem am Dienstag und Mittwoch Vormittag noch gegraben wurde, ist am Mittwoch die Aufmauerung mit Ziegeln entstanden. Heute erfolgen die Armierungs- und beginnen die Betonarbeiten. Anschließend muss die Baustelle bis zum Mittwoch ruhen.

Mittwoch, den 01.08.2018
Die Rohre werden zusammengesteckt und die Pumpe wird montiert. Parallel dazu tanzen und singen die Frauen zur Trommel, denn sie freuen sich am meisten: anstatt um zwei Uhr morgens genügt es nun um 6.00h aufzustehen, um Wasser zu holen. Ruckzuck ist die Pumpe montiert und: das Wasser fließt.



Donnerstag, den 02.08.2018
Einweihungsfeier. Hoher Besuch von der District-Commission, die Traditional Authority, andere Hauptchiefs und die des Dorfes. Nachdem die ganze Bevölkerung in der üblichen Gruppenaufteilung Platz genommen hat und einige Tänze zum Gesang der Frauen in die Feierlichkeiten eingestimmt haben, tritt der Dorfpoet auf und liest seine für den Tag verfassten Zeilen von einem (Baum-)Blatt ab. Danach folgen die Reden, ein Chef nach dem anderen, auch die Oberchefin, dann die traditional authority und eine Frau, die alles nochmal kommentiert. Schließlich sind wir an der Reihe. Dann ist der offizielle Teil zu Ende, und der ganze Troß geht zur Baustelle des zweiten noch zu bauenden Brunnens, dann zum fertigen, wo die Honoratioren gerne mal den Pumpenschwengel bedienen. Die Frauen tanzen und singen, einige der Alten zeigen uns große Dankbarkeit.



Freitag, den 03.08.2018
Besprechung mit dem Wasserkomittee über den Bau des zweiten Brunnens. Michel schult im Umgang mit den Werkzeugen, erklärt wie die Pumpe gewartet werden muss und beantwortet Fragen. Sehr beeindruckt sind wir über ein Dankesschreiben an die Spender, das in Chichewa verfasst ist und von Chisomo übersetzt wird.

     
         

Sonntag, den 05.08.2018:
Heute kaufen wir Baumaterial ein, denn gestern stand kein Wagen zur Verfügung. Daher heute mehrere Transporte zwischen dem Baustoffhandel und dem Dorf.
Nachmittags dann ein Ausflug zum nahen Nationalpark. Im Vorbeifahren sehen wir ein Kudu, von der Lodge über den See Antilopen und eine Herde Nilpferde. Die badenden Elefanten haben wir verpasst. Ein Ranger weiß, wo sie hingehen und lässt uns folgen. Ein paar Hundert Meter weiter im angrenzenden Wald sind wir der Elefantenfamilie, die sich von Bäumen und Buschwerk nährt, sehr nah. Beeindruckend und schön!

 

Montag, den 06.08.2018
Das Wasserkomitee ist mit der weiteren Vereinbarung zum zweiten Brunnen einverstanden, die Anwesenden unterschreiben. Am Bohrloch bremst ein großer Stein die Grabung. Wir besorgen stärkere Werkzeuge.

Dienstag, den 07.08.2018
Mit dem Stein sind die Brunnenbauer weiter, aber es geht langsam. Ein Chief läßt mir einen kleinen Jungen zeigen. Der Zweijährige hat schreckliche Brandwunden. Er ist umgefallen und hat sich ins Feuer gesetzt. Ihm fehlen Handflächen große Hautstücke über mehrere Schichten, an zwei Stellen nässen die Wunden. Ich entschließe mich, den Jungen ins Krankenhaus bringen zu lassen.



Mittwoch, den 08.08.2018
Wir holen die Mutter mit dem kleinen Jungen. Der Arzt sieht sich die Wunden an, misst die Temperatur und macht einige Tests. Dann bekommt der Junge die Wunden gesäubert, eine Antibiotikaspritze und weitere Medikamente. Die Wundbehandlung muss nun täglich über sieben Tage erfolgen. Wir bringen Mutter und Kind ins Dorf und laden einen anderen Jungen mit Brandverletzungen ein. Sein Kopf ist total verschorft, aufgebeulte und aufgeplatzte Wunden bluten, Fliegen setzen sich hinein. Der Arzt nimmt wieder Blut, dann zur Wundsäuberung. Die Wunden sind septisch. Durch den Schorf, die eingeklebten Haare und die offenen Stellen wundern wir uns nicht, den kleinen Jungen weinen zu hören. Morgen möchte ich auch die Tochter von M. K., die an Anämie leiden soll, dem Arzt vorstellen. Die Brunnenbauer kämpfen mit dem Stein.



Donnerstag, den 09.08.2018
Wir fahren zu Mayi Gundani, der Traditional Authority, die wir im Dorf bei der Brunneneinweihung kennengelernt haben. Wir bitten sie um kurzfristige Unterstützung für einen Termin beim Senior TA Kaomba. Chisomo ist erstaunt, dass sie seine Telefonnummer herausgibt, ich soll ihn später anrufen. Er ist im Kasungu-Inn bei einem Meeting. Wir fahren hin. Es ist ein Kongress, viele Leute an Tischen im Garten. Dann steht er vor mir: ein verbindlicher, zugewandter und würdevoller Mann, der an Nelson Mandela erinnert. Er führt mich nach draußen, wo wir Platz nehmen und kurz reden. Ein sehr herzliches Gespräch, durch das ich mich geehrt fühle.


Freitag, den 10.08.2018
Die erste Fahrt geht zur Klinik, wo ich die Frauen begrüße, die täglich mit ihren Kindern zur Behandlung kommen müssen. Josephs Kopf sieht schon merklich besser aus. Endlich erhalten wir auch das zweite Pumpen-Equipment vollständig und bringen es, begleitet von begeisterten Kindern, ins Dorf. Die Chiefs nehmen es in Empfang. Dann ist der Moment für den Abschied da, für mich eine ergreifende Situation. Um 13.01h sind wir on the road und ca. 15.30h in Lilongwe.



Samstag, den 11.08.2018
Chisomo kommt zum Frühstück ins Hotel. Zur Fertigstellung des zweiten Brunnens und die weitere gemeinsame Projektarbeit überlasse ich ihm meinen Laptop. Am Flughafen verabschieden wir uns herzlich. Pünktlicher Abflug, winterlich kalt ist es in Johannesburg. Auch von dort geht es pünktlich weiter, auch die Ankunft und der nächste Flug nach Berlin. Absolut pünktlich landen wir, und auch mein Gepäck kommt mit an. Die Reise endet am Sonntag morgen, den 12. August 2018.

Wir sind mit dem Anspruch gefahren zwei Brunnen zu bauen und in der kurzen Zeit mindestens einen zu schaffen. Nun wird der zweite nach unserer Abreise fertig, indem wir auf einen Mitarbeiter setzen, der uns sehr unterstützt hat und die Fertigstellung des zweiten bewerkstelligen soll. Die Menschen im Dorf vertrauen uns, und wir vertrauen ihnen. Sie wollen mehr tun, identifizieren sich mit dem Projekt zur Selbsthilfe und begründen nun eine CBO (Community based Organisation) mit einer dem gemeinnützigen Verein ähnlichen Rechtsstruktur. So kann der weitere Projektabschnitt in Angriff genommen werden. Wir wollen wieder kommen, und die Menschen in Chiuno Village wollen, dass wir dies auch tun. Dafür sammeln wir Spenden, um auf einem bereit stehenden Grundstück eine Schule und einen Kindergarten, ein Ausbildungs- und Kulturzentrum zu realisieren.


Und hier den Reisebericht als Video (37 min)



YOOW-Hilfen in Afrika

Partner