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Nachhaltigkeit lernen

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Aus Alt mach „Neu“ - Hilfe zur Selbsthilfe

Als ich meinen Job verloren hatte, weil der Betrieb insolvent geworden ist, konnte mir keiner helfen. Also habe ich mir gedacht, helfe ich anderen. Das gibt mir das Gefühl, dass ich noch gebraucht werde.
Meine ersten Maschinen hat Bundespräsident Köhler auf seine erste Afrika-Reise nach Sierra-Leone mitgenommen. Da habe ich gemerkt, dass auch ein Hartz IVer wichtige Arbeit machen kann.
 



  Projektbeschreibung:

Wir sammeln Nähmaschinen, Fahrräder, Rollstühle und Rollatoren im ganzen Land Berlin. Alles landet in meiner Werkstatt im Werkhaus Antirost. Erst zerlege ich die Nähmaschinen in ihre Einzelteile, diese werden gereinigt (entharzt), geölt und wieder zusammengesetzt. Ersatzteile nehme ich aus nicht mehr reparaturfähigen Maschinen. Wieder komplett wird alles justiert (Nadelhöhe, Fadenspannung usw.) und wieder in Gang gesetzt. Genauso mache ich es mit den Fahrrädern: auseinander nehmen, reinigen, Verschleißteile ersetzen, verkehrssicher machen. Oder ich baue leichte Handwagen.
     
  Dann wird ein Container gepackt und zu unserem Partnerprojekt MADAM in Sierra-Leone geschickt. Die Nähmaschinen werden zur Einrichtung von Schneidereien, die Rollatoren und Rollstühle für Krankenstationen und die Handwagen zum Transport von Erntegut, Wasserkanistern udergl. gebraucht. Schon über 500 Nähmaschinen haben wir nach Sierra-Leone und Äthiopien verschickt.

Benötigte Unterstützung:

Geld für Spezialwerkzeuge, aber vor allem für Verbrauchsmaterial: Ein Antriebsriemen für Nähmaschinen kostet 8,00 Euro/Meter. Für die Fahrräder brauchen wir Reifen, Schläuche, Bremskabel etc.

Seit langem wünsche ich mir ein Schweißgerät und einen Kurs, um die Kenntnisse zu erlangen, dass ich Gussteile (der mechanischen Nähmaschinentische) oder gebrochene Rahmenteile an Rollstühlen reparieren kann. Für den Containerversand benötigen wir Unmengen an Verpackungsmaterial und z.B. Holz zum Verspannen der Maschinentische. Für unsere Sammelaktionen brauchen wir ein (gebrauchtes) Auto.
Wer spendet, ist dabei...

Projektleiter:
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Gerhard (Teddy) Dewitz, geb. 1960 in Berlin (Ost), 1977 Fleischerlehre, dann Arbeiter im Maschinen- und Werkzeugbau, 1983 Heirat, ein Kind. 1989, kurz vor der Maueröffnung, gelingt der Familie die Flucht über die Botschaft in Polen in die Bundesrepublik, dann Westberlin.
Anstellung als Maschineneinrichter bei einem Edelstahlrohrwerk, das 2003 in Insolvenz geht. Betriebsbedingte Kündigung, seither arbeitssuchend. Ein-Euro-Jobber, jetzt Hartz IV. Seit 2003 ehrenamtlicher Mitarbeiter im Werkhaus Antirost als „Mechanikus.“
2007 für YOOW in Sierra-Leone: Übergabe von Spendenmaterial und Beteiligter der Brunnenbohr-Initiative.

Sozialpolitischer Effekt:

Der Ansatz ist die Hilfe zur Selbsthilfe. Ich sehe den Sinn meiner Arbeit darin, dass die Menschen in Sierra-Leone mit den bei uns ausgemusterten und von mir funktionell neu überarbeiteten Maschinen zu Ihrer Existenzsicherung beitragen können. Also wenn eine Frau in Sierra-Leone etwas nähen und dann auf dem Markt verkaufen und mit dem Geld dann ihr Kind in die Schule gehen kann.
Für mich persönlich hat die Arbeit ebenfalls einen sozialen Aspekt. Als Arbeitsloser fühlte ich mich schlecht und hatte schlimme Verspannungsschmerzen. Über die ehrenamtliche Arbeit, über die Bewegung und die Resonanz, habe ich einen Weg gefunden, um mich als Hartz IVer etwas besser zu fühlen. Wenn unsere Schneiderin Helga Mond nach einer Maschinenreparatur sagt: „Die läuft ja wie ein Bienchen“, oder wenn ich einer Rentnerin die Nähmaschine repariert habe und die ruft dann im Werkhaus Antirost an, um ihre Freude mitzuteilen, dass ihre Näharbeiten ihr Spaß und Erfolg bringen, dann ist das auch zu meiner Zufriedenheit. Ich denke, dass man sich auf den Staat nicht verlassen sollte.
Gerhard Dewitz

   

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